LDR-Brachytherapie – Ihre schonende Alternative zur Operation

Erfahren Sie mehr über die minimalinvasive LDR-Brachytherapie: eine ambulante, präzise und nebenwirkungsarme Therapieoption beim lokal begrenzten Prostatakarzinom – mit über 85 % biochemischer Rezidivfreiheit nach zehn Jahren und deutlich geringerer Belastung für Enddarm und Harnblase.

Vorteile der ambulanten Behandlung

Die Behandlung erfolgt ambulant, sodass Sie sich in Ihrer gewohnten Umgebung erholen können und das Infektionsrisiko deutlich reduziert wird.

Minimalinvasiv & organerhaltend

Kleine radioaktive „Seeds“ werden perineal platziert – keine großen Schnitte, schonende Behandlung

Ambulante Durchführung & schnelle Genesung

In der Regel erfolgt die Behandlung in einer Sitzung

Wenige Nebenwirkungen

Sehr niedrige Inkontinenzrate (< 0,2 %) und langfristiger Potenzerhalt bei über 80 %

Prostata

LDR-Brachytherapie

Die LDR-Brachytherapie (Low-Dose-Rate) stellt eine ambulante, schonende und zugleich äußerst wirkungsvolle Behandlungsmethode des lokal begrenzten Prostatakarzinoms dar. Dabei werden winzige radioaktive Strahler („Seeds“) präzise in die Prostata eingebracht, wo sie den Tumor über mehrere Wochen hinweg kontinuierlich bestrahlen. Dieses minimalinvasive Verfahren ist mit deutlich geringerer Belastung für Enddarm und Harnblase verbunden als eine externe Bestrahlung und weist nur minimale Nebenwirkungen auf. Mit Langzeiterfolgen von über 85 % biochemischer Rezidivfreiheit nach zehn Jahren bietet die LDR-Brachytherapie in geeigneten Fällen eine gleichwertige Alternative zur Operation oder externen Strahlentherapie.

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Für wen ist die LDR-Brachytherapie geeignet?​

Die LDR-Brachytherapie eignet sich vor allem für Patienten mit:

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Aktuelle Studiendaten

Eine aktuelle multizentrische Auswertung aus Deutschland mit 618 Patienten, die zwischen 2004 und 2019 behandelt wurden, zeigte ein biochemisch rezidivfreies Überleben von 87,9 % – bei gleicher Effizienz bei Gleason-Scores 6 und 7a*

In einer Schweizer Registerstudie mit 1.300 Patienten lag die Rezidivfreiheit bei**
96,3 % nach 3 Jahren
93,1 % nach 5 Jahren
91,5 % nach 7 Jahren
85,0 % nach 10 Jahren

**Viktorin P et al. Long-term oncological and functional follow-up in low dose rate brachy- therapy (LDRBT) for prostate cancer: results from the prospective nation-wide Swiss Registry. BJU Int.

2020
https://bjui-journals.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/bju.15003

*N Carl et al. Urologie. 2023 Oct. Long-term evaluation of low-dose-rate (LDR) brachytherapy in localized prostate cancer

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37256413/

Kooperationspartner
Strahlenphyiker Tino Ebneth
Strahlentherapeut Andrzej Wozniak

Häufige Fragen zur LDR-Brachytherapie

Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Ablauf, Nebenwirkungen und Erfolgsquote.

Vorgespräch: Sie erhalten die Möglichkeit, Ihren Operateur kennenzulernen. Dieser erhält die Möglichkeit, Ihre medizinischen Befunde durchzusehen und mit Ihnen das Vorgehen individuell zu besprechen. Bei diesem Termin erfolgt auch die Aufklärung zu dem Eingriff.

Vorbereitung: Planung mittels Ultraschall oder MRT, um die genaue Position der Seeds zu bestimmen.

Eingriff: Unter Narkose werden die Seeds mit Nadeln durch den Damm in die Prostata eingebracht. Der Eingriff dauert etwa 1–2 Stunden.

Nachsorge: Patienten können meist am selben Tag nach Hause. Zu Ihrer Sicherheit wird eine Urinableitung mittels Katheter für die kommenden 3 Tage eingelegt. Dieser wird bei einer Kontrolluntersuchung wieder entfernt. Regelmäßige Kontrollen (PSA-Tests, Bildgebung) erfolgen, um den Behandlungserfolg zu überwachen.

Häufige, meist vorübergehende Nebenwirkungen sind:
Harnwegsbeschwerden (häufiger Harndrang, Brennen beim Wasserlassen)
Müdigkeit oder leichte Schmerzen im Beckenbereich
Selten: Harnverhalt oder Reizdarm-Symptome
Die meisten Nebenwirkungen klingen innerhalb weniger Wochen bis Monate ab.

Die Erfolgsraten sind hoch:
10-Jahres-Heilungsrate bei niedrigem Risiko: über 90 %
Bei intermediärem Risiko: ca. 80–90 %
Vergleichbar mit anderen Therapien (z. B. radikale Prostatektomie oder externe Strahlentherapie), aber mit oft geringeren Langzeitnebenwirkungen.

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