TESE – testikuläre Spermienextraktion – Gewinnung von Spermien direkt aus dem Hoden

TESE – Gewinnung von Spermien direkt aus dem Hoden Wenn die Samenwege nicht durchgängig sind, können Patienten, die eine gute Hodenproduktion haben, trotzdem ein sehr schlechtes Spermiogramm aufweisen und der Kinderwunsch kann unerfüllt bleiben.
In einem solchen Fall können wir durch einen kleinen operativen Eingriff am Hoden direkt Gewebe mit Spermien für eine künstliche Befruchtung gewinnen.

HODEN

Testikuläre Spermienextraktion

Die testikuläre Spermienextraktion ermöglicht es Männern mit einer Störung an den Samenwegen, Spermien für eine künstliche Befruchtung zu gewinnen.

mTESE – mikrochirurgische Technik

Durch den Einsatz der mikrochirurgischen Technik mit unserem OP-Mikroskop können wir sowohl gewebeschonender arbeiten und bereits während der Operation die Gebiete im Hoden finden, die sich gesünder und vitaler darstellen.

Scrotaler Zugangsweg – Schnitt am Hodensack

Im Gegensatz zu größeren chirurgischen Eingriffen am Hoden, die über die Leiste erfolgen, kann die mTESE und die TESE direkt am Hodensack erfolgen. Dies bedeutet für Sie eine geringere Invasivität, schnellere Heilung und weniger Beschwerden.

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Was ist der Unterschied zwischen TESE und mTESE?

Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen.

TESE (Testikuläre Spermenextraktion): Bei diesem Verfahren wird eine kleine Gewebeprobe aus dem Hoden entnommen, um Spermien zu gewinnen. Dies erfolgt meist blind, also ohne mikroskopische Unterstützung.


mTESE (Mikrochirurgische TESE): Hier wird unter einem Operationsmikroskop gezielt nach Hodenarealen mit aktiver Spermienproduktion gesucht. Die Erfolgsrate ist oft höher, da gezielt Gewebe mit Spermien entnommen wird.

TESE: Die Spermienfindungsrate liegt bei 30–50%, abhängig von der Ursache der Azoospermie.


mTESE: Die Erfolgsrate ist mit 40–70% tendenziell höher, da gezielt nach Spermien gesucht wird.

 

Die Erfolgswahrscheinlichkeit läßt sich nach der Voruntersuchung genauer bestimmen, wenn das Volumen der Hoden, die Struktur des Gewebes im Ultraschall und die Hormonwerte bekannt sind.

Der Eingriff erfolgt in einer kurzen Vollnarkose. Durch einen Schnitt am Hodensack wird die Kapsel des Hodens unter dem Mikroskop eröffnet, gezielt Gewebe mit möglichst aktiver Spermienproduktion entnommen sowohl die Kapsel als auch die Haut mit einer Naht verschlossen, die Ihr Körper aufnimmt (ein Fadenzug ist nicht notwendig).

Die entnommenen Proben werden in eine speziellen Nährlösung gebracht. Die Röhrchen, in denen die Proben aufgenommen werden, sind mit einer nur Ihnen zugeordneten Nummer versehen. Diese wird dann in einer versiegelten Transportbox zur Kryokonservierung (Einfrieren) im Labor gebrach. Spermien werden im Labor aufbereitet und können direkt für eine ICSI (Intrazytoplasmatische Spermieninjektion) verwendet oder kryokonserviert (eingefroren) werden, um sie später für eine künstliche Befruchtung zu nutzen.

Die mTESE wird nicht von den gesetzlichen Kassen übernommen. Wir haben einen Kostenübernahmeantrag vorbereitet, den Sie bei Ihrer Kasse einreichen können. Sie reichen dann nach dem Eingriff Ihre schriftlichen Zusage Ihrer Kasse, wenn Sie diese erhalten haben und die Rechnung unserer Praxis zur Erstattung ein.

Der Eingriff selbst dauert 30-60 Minuten. Im Anschluss bleiben Sie etwa 30-60 Minuten zur Beobachtung in der Praxis. In dieser Zeit werden die Proben bereits ins andrologische Labor gebracht.

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