Vasektomie


Die Vasektomie ist ein kleiner operativer Eingriff, bei dem die Samenleiter beidseits durchtrennt werden, um eine dauerhafte und effektive Verhütung zu erreichen.


Sterilisation des Mannes

Der Eingriff erfolgt normalerweise in örtlicher Betäubung und unter Analgosedierung (leichtere Vorstufe einer Narkose). So ist der Eingriff für unsere Patienten am wenigsten belastend.Ich berate Sie gerne hierzu.

abgeschlossene Familienplanung

Die Erfolgsrate liegt bei über 99% und zählt damit zu den sichersten Verhütungsmethoden. Wir führen den Eingriff klassisch, aber auch als No-Scalpel Eingriff durch, bei dem die Wundfläche noch kleiner gehalten wird.

Vorbereitung

Vor dem operativen Eingriff ist ein persönliches Beratungs- und Aufklärungsgespräch notwendig.
Sie erhalten die Möglichkeit, Ihren Operateur/Ihre Operateurin kennenzulernen und offene Fragen mit ihm/ihr zu klären. Im Rahmen dieser Vorstellung erfolgt eine körperliche Untersuchung, bei der geklärt wird, ob bei Ihnen der Eingriff problemfrei durchführbar ist.

Das Ergebnis des Aufklärungsgespräches und mögliche Besonderheiten werden dann schriftlich festgehalten und Ihnen zum nochmaligen Durchlesen mitgegeben.

Operation

Wir führen den Eingriff normalerweise in örtlicher Betäubung unter einer leichten Rauschbetäubung durch.
Nach einer örtlichen Betäubung werden die beiden Samenleiter im jeweiligen Hodensack aufgesucht und fixiert. Dann wird direkt darüber die Haut eröffnet und der Samenleiter hervorgeholt und ein Stück von1-1,5cm entfernt. Hierzu verwenden wir das moderne NoScalpel-Instrumentarium.
Die offenen Enden werden mit einem Elektrokauter verödet und mit einem Faden verschlossen. Um ein Zusammenwachsen zu verhindern, werden die Schnittenden in verschiedene Schichten vernäht und die Haut verschlossen.
Zum Abschluß wird die Haut wieder verschlossen mit einem Gewebekleber.

Kosten

Die Kosten für eine Vasektomie zur Empfängsverhütung werden von den Krankenkassen nicht übernommen.

Die Kosten für den operativen Eingriff belaufen sich in unserer Praxis auf ca. 550 Euro. Dies beinhaltet die Operation und die notwendigen Spermiogramme nach dem Eingriff.

Die Kosten für das Vorgespräch und die Voruntersuchung werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Nachkontrolle

Die Erfolgsrate liegt bei über 99% und zählt damit zu den sichersten Verhütungsmethoden.
Selbst bei technisch gut und richtig durchgeführter Operation kann es in seltenen Fällen zu einem Zusammenwachsen und einer neuerlichen Durchgängigkeit der Samenleiter kommen.
Aus diesem Grund muß nach 6 und 12 Wochen das Sperma auf lebende Samenzellen untersucht werden, um den kompletten Verschluss nachzuweisen.
Bis zu diesem Zeitpunkt ist weiterhin ein geschützter Geschlechtsverkehr unbedingt notwendig, um eine ungewollte Schwangerschaft zu vermeiden.

Verhütungsmethoden

Es gibt verschiedene Alternativen zur Empfängnisverhütung. Diese bieten Vor- aber auch Nachteile, die in der Sicherheit, Nebenwirkung oder dem Risiko der einzelnen Methode liegen. Beispielhaft sind hier einige sichere Methoden aufgeführt:
Kondome sind (richtig angewendet) sehr effektiv, eine ungewollte Schwangerschaft und auch sexuell übertragbar Krankheiten zu verhindern. Solange keine Allergie gegen das Material besteht, sind auch keine gesundheitlichen Risiken erkennbar. Auf Grund von Anwendungsfehlern ist die Sicherheit jedoch eingeschränkt: Pearl-Index 2-12

Die orale Kontrazeption (Pille) ist ebenfalls effektiv, schützt aber natürlich nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten. Des weiteren bedeutet sie einen Eingriff in den Hormonhaushalt der Frau. Pearl-Index 0,1-0,9
Das Intrauterinpessar (Spirale) hat eine hohe Sicherheit, vor allem, da bei korrekter Einlage keine Anwendungsfehler mehr auftreten sollten. Der Pearl-Index wird mit 0,3-1 bei Kupfer/Gold und mit 0,1-0,3 bei Hormonspiralen angebeben. Das Pessar kann bei guter Verträglichkeit 3-5 Jahre belassen werden. Die Kosten liegen bei 120-200 Euro.

Die weibliche Sterilisation weist eine ebenfalls sehr hohe Sicherheit auf, die Risiken des Eingriffes sind aber deutlich höher als die männliche Vasektomie. Dies liegt zum einen am Eingriff im Becken-/Bauchraum, zum anderen jedoch auch an der notwendigen Narkose. Pearl-Index 0,2-0,3

Die Vasektomie oder männliche Sterilisation bietet eine hohe Sicherheit bezüglich der Empfängnisverhütung. Der Eingriff ist deutlich geringer als bei der weiblichen Sterilisation, da die Samenleiter bereits durch die intakte Haut tastbar und gut erreichbar sind. Trotzdem handelt es sich um einen operativen Eingriff. Pearl-Index 0,1

Erklärung Pearl-Index:
Ein Pearl-Index von 1 bedeutet, dass 1 von 100 Frauen, die mit einer bestimmten Methode ein Jahr lang verhüten, schwanger wird.